Milliarden Schuldig Albumcover
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Milliarden hinterfragen auf ihrem neuen Album „Schuldig“ soziale Konstrukte

Mit „Schuldig“ veröffentlicht die Berliner Band Milliarden ihr mittlerweile drittes Album auf dem sie die Grauzonen der Gesellschaft erkunden und sich selbst fragen, was Schuld und Unschuld ausmacht.

Seit 2013 bilden Ben Hartmann und Johannes Aue gemeinsam die Band Milliarden. Auf ihrem neuen Album „Schuldig“ setzen Beide anders als zuvor mehr auf Selbstbestimmung. Dazu gründeten sie jüngst das bandeigene Plattenlabel „Zuckerplatte“ über das die neue Platte erscheinen ist. Schon seit Beginn ihrer Karriere machen Milliarden Gitarrenmusik, die sich langsam zu politischer und gesellschaftskritischer Punkmusik entwickelte.

Auch auf „Schuldig“ werden Ben Hartmann und Johannes Aue einen Blick auf die Gesellschaft und stellen die Unschuldsfrage. Die Punkattitüde ist geblieben, musikalisch nähern sich Milliarden aber immer mehr dem Indie-Rock an. Zwischen die Sozialkritik mischt sich aber auch immer wieder eine Ballade oder ein Love-Song. Die Lyrics sind gewohnt provozierend und direkt und trotzdem bleibt am Ende noch Spielraum für eigene Interpretationen. Generell ist „Schuldig“ ein relativ abwechslungsreiches Album, das sowohl alten als auch neuen Milliarden-Fans genau das liefert, was sie hören wollen. Es bleibt spannend welche Wege die Band dank der neugefundenden Freiheit durch das eigene Label als nächstes einschlagen wird.

Milliarden – Schuldig sein

Nach ihrer digitalen Releaseshow am vergangen Freitag im Club100 in Bremen, plant die Band diese Woche auch persönlich für ihre Fans einige Konzerte zu spielen. Dafür haben die Beiden extra einen Van umgebaut und den Prozess auf ihrem Instagram-Kanal festgehalten. Um auch alle Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen einhalten zu können, darf immer nur ein Fan im Van Platz nehmen und das Privatkonzert genießen.

Foto: „Schuldig“ Albumcover

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